Kanton Aargau

Das KSA ist und bleibt im Wandel

Wir Menschen sind optische Wesen. Und haptische. Was wir sehen und anfassen können ist für uns real. Was sich unseren Sinnen entzieht, erscheint uns weniger fassbar. Vielleicht sogar weniger real. Was damit zu tun haben mag, dass das, was wir an Sinnesmässigem mit anderen Menschen teilen können, seine Tatsächlichkeit aus der gemeinsamen Wahrnehmung bezieht.

Ähnlich verhält es sich mit inneren und äusseren Veränderungen. Jenen zum Beispiel, die das KSA derzeit erlebt. Ich sage bewusst nicht «durchmacht», weil das nach Anstrengung, ja nach Leid vielleicht sogar tönt. Dabei ist der Wandel, den uns das grösste Spital im Kanton vormacht, etwas durchaus Anregendes, möglicherweise sogar Lustvolles.

Ich stelle mir vor, dass in den neuen Hüllen, die sich das KSA gerade gibt, nicht nur gebäude- und medizintechnisch alles «state of the art» ist, nein, ich habe auch die Vorstellung, dass die Menschen, die darin arbeiten, den Bauten Leben einhauchen. Das ist ein spannender und gewinnbringender Prozess; jedenfalls wenn man ihn als Herausforderung und nicht als Zumutung begreift.

Die Herausforderungen werden dem KSA im Übrigen erhalten bleiben. Nach dem Kampf um bessere Zahlen im vergangenen Jahr werden sich auf dem gleichen Feld neue Aufgaben stellen. Sie werden mit Geld zu tun haben. Mit Geist aber hoffentlich auch. Und vor allem mit dem Bewusstsein, dass es am Ende um Menschen geht, die lebens- und überlebensnotwendige Leistungen für andere Menschen erbringen, die darauf angewiesen sind. Das sollten wir ob all dem Zahlenbeigen nicht vergessen.
Ich danke allen, die 2015 einen Beitrag dazu geleistet haben – und dies auch weiter tun. Tag für Tag. Tag und Nacht.

Susanne Hochuli, Vorsteherin Departement Gesundheit und Soziales, Kanton Aargau