Biomarker

Notfallpatienten in Lebensgefahr dank Biomarkern schneller erkennen

Die vom Kantonsspital Aarau initiierte und in verschiedenen Spitälern (Aarau, Paris und USA) durchgeführte «TRIAGE»-Studie hat den Einsatz von prognostischen Blutbiomarkern bei der Notfallaufnahme untersucht. Ziel dieser prospektiven Studie war das schnellere Erkennen von schwerstkranken Patienten durch den Nachweis bestimmter Stoffe im Blut. Bei mehr als 7000 Notfallpatienten wurden deshalb beim Eintritt im Zentrum für Notfallmedizin prognostische Blutbiomarker erfasst.

Der Blutmarker Proadrenomedullin («ProADM»), ein Peptid, zeigte eine besonders hohe Voraussagekraft, Risiko-Situationen frühzeitig zu erkennen. Diese Daten ermöglichen es den Ärzten, künftig Notfallpatienten, die in Lebensgefahr schweben, schneller zu behandeln und die Notwendigkeit einer Hospitalisation und den späteren Pflegebedarf noch genauer einzuschätzen. Anhand dieser neuen Studienresultate ist eine randomisierte Folgestudie, die den Effekt der verbesserten Triagierung auf die Patientensicherheit untersucht, geplant.

Prof. Dr. med. Beat Müller, Chefarzt Medizinische Universitätsklinik, Allgemeine Innere & Notfallmedizin, Endokrinologie, Diabetologie & Metabolismus, Bereichsleiter Medizin und Mitglied der Geschäftsleitung KSA AG Biomarkers from distinct biological pathways improve early risk stratification in medical emergency patients: the multinational, prospective, observational TRIAGE study. Schuetz P, Hausfater P, Amin D, Amin A, Haubitz S, Faessler L, Kutz A, Conca A, Reutlinger B, Canavaggio P, Sauvin G, Bernard M, Huber A, Mueller B, Crit Care. 2015; 19(1): 377.