Gebärmutter-Erhalt

Erhalt der Gebärmutter bei OP wegen Beckenbodensenkung

In der Frauenklinik des Kantonsspitals Aarau wurde 2015 eine bisher weltweit einzigartige randomisierte Vergleichsstudie initiiert, in welcher der Erhalt der Gebärmutter bei laparoskopischen Behandlungen (sog. Laparoskopische Hysteropexie) einer Beckenbodensenkung untersucht wird. Die Gebärmutter wird bei dieser Operation normalerweise entfernt. Obwohl sich dieses Verfahren in den letzten Jahren durchgesetzt hat, ist unklar, ob diese Gebärmutterentfernung überhaupt notwendig ist.

Die gebärmuttererhaltende Operation, die in der Frauenklinik erfolgreich durchgeführt wird, wird als Hysteropexie bezeichnet. Sie könnte unter anderem die Operations- und Narkosedauer verkürzen sowie Komplikationen verhindern. Interessant wird sein zu erfahren, ob die anatomischen Resultate der gebärmuttererhaltenden Operation gleich gut sind wie bei deren Entfernung. Erste Ergebnisse lassen darauf schliessen. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Spitälern in der Schweiz durchgeführt (Multizenter-Studie). Dabei sollen sowohl objektive als auch subjektive Parameter (z. B. Lebensqualität) untersucht werden.

PD Dr. med. Dimitri Sarlos, Chefarzt Gynäkologie und Onkologische Gynäkologie