Neuer Spezial­beschleuniger ermöglicht Hochpräzisions­strahlung

Seit Dezember 2015 verfügen das Radio-Onkologie-Zentrum KSA-KSB und die Klinik für Neurochirurgie über einen komplett erneuerten Gerätepark. Dank finanzieller Beteiligung der Neurochirugie konnten neben den zwei Universalgeräten der Radio-Onkologie (Ersatzbeschaffungen) neu auch ein Spezialbeschleuniger für die Hochpräzisionsbestrahlung (Radio-Chirurgie) erworben werden. Dieser Spezialbeschleuniger wird partnerschaftlich von beiden Parteien betrieben. Kooperationspartner sind zahlreiche chirurgische und medizinische Kliniken des KSA.

Hochwirksame Methode der Tumorentfernung

Die Radiochirurgie ist eine schonende, äusserst präzise und hochwirksame Methode der Tumorentfernung. Mit einer extrem genau lokalisierbaren hochenergetischen Bestrahlung können Tumorzellen auf Anhieb abgetötet werden. Bei entsprechender Indikation kann ein Tumor so in kurzer Zeit vollständig vernichtet werden. Der neue Radio-Chirurgie-Beschleuniger wird von drei Teams für verschiedene Indikationen genutzt: für bestimmte gutartige und bösartige Tumore im Bereich des Gehirns und des Rückenmarks in Kooperation zwischen der Radio-Onkologie und der Neurochirurgie sowie für bestimmte bösartige Tumore ausserhalb des Kopfbereichs in Zusammenarbeit zwischen der Radio-Onkologie und anderen chirurgischen Partnerkliniken.

Prof. Dr. med. Javier Fandino, Chefarzt Klinik für Neurochirurgie,
Emely Rabe, Leitende Fachfrau für Radiologie (MTRA), Bereichsleiterin Zentrale Medizinische Dienste (MTTD),
Prof. Dr. med. Stephan Bodis, Chefarzt Radio-Onkologiezentrum der Kantonsspitäler Aarau und Baden,
Dr. med. Susanne Rogers, Oberärztin mbF Radio-Onkologiezentrum der Kantonsspitäler Aarau und Baden